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Radieschen im Untertopf

Letzthin habe ich gelesen, dass Radieschen nur 5 cm tiefe Erde brauchen um zu wachsen. Ein grösserer Untertopf genüge.

 

Das probiere ich aus, dachte ich mir, nahm den grössten Blumentopf-Untersetzer, den ich hatte, füllte ihn mit Bio-Erde, steckte die Radieschen-Samen, stellte ihn auf die Terrasse in eine sonnige Ecke, wartete und freute mich, als die Pflänzchen zu spriessen begannen und kräftig wuchsen.

 

Nun, Ende April, konnte ich bereits einen Teil davon ernten.

Diese Art des Ansäens eignet sich, wenn kein Garten zu Verfügung steht, insbesondere für einen Balkon in der Stadt oder um mit Kindern einen Mini-Garten anzulegen. Radieschen sind toll, um mit Kindern die ersten Garten-Experimente durchzuführen, da sich durch ihr zügiges Wachstum schnell ein Erfolgserlebnis einstellt. Dann noch selber ernten, putzen, schneiden und ein leckeres Brot belegen oder dem Salat beigeben, schon keimt der Garten-Enthusiasmus ;)

Praktisch ist auch, dass der Untertopf der Sonne hinterher getragen werden kann, also vom Ost- zum Westbalkon oder zur Südterrasse. Ein Tipp: den Unterteller jeden Tag ein Stück drehen, damit alle Pflanzen Licht abkriegen und beim Wässern aufpassen. Da der Untertopf keinen Abfluss hat, können die Pflanzen faulen, wenn sie im Wasser stehen.

In der Vergangenheit hatte ich kein Glück mit Radieschen: kaum war ein essbarer Ansatz zu sehen, schossen sie auf und begannen zu blühen. Da hab ich's gelassen und die scharfen Kleinen aus meinem Gartenprogramm gestrichen. Nun bin ich ganz begeistert, dass diese einfache Anbau-methode so erfolgreich ist. Wenn alle geerntet sind, werde ich in die selbe Erde noch einmal Samen stecken und schauen, ob genügend Nährstoffe vorhanden sind, um eine zweite Runde wachsen zu lassen.


Die Wurzellänge zeigt, dass 5 cm Erde völlig ausreichen
Die Wurzellänge zeigt, dass 5 cm Erde völlig ausreichen

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