· 

Überteuerte Bio-Lebensmittel

Dieser Gartenblog-Beitrag hat nur entfernt mit dem naturnahen Garten zu tun und ich habe lange überlegt, ob ich ihn veröffentlichen soll. Da ich jedoch weiss, dass viele um die Biodiversität (Stichwort: Bienensterben, Rückgang der Artenvielfalt, vergiftetes Trinkwasser) und damit den Erhalt unserer Lebensgrundlagen besorgt sind, wird euch dieser Beitrag bestimmt interessieren. Im weitesten Sinn hat er auch mit dem Erhalt unseres grössten und wichtigsten Gartens zu tun - der intakten Natur.

Viele Leute kaufen keine Bioprodukte, da sie ihnen schlichtweg zu teuer sind. Verständlich, sieht man sich die teilweise massiven Preisunterschiede zu konventioneller Ware an. In einem interessanten Beitrag (Ausgabe 13 vom 21.8.19) deckt das Schweizer Konsumenten-Magazin K-Tipp auf, dass Schweizer Gross- und Detailhändler - z.B. die Marktbeherrscher Coop und Migros - besonders viel an Bio-Lebensmitteln verdienen, indem sie viel höhere Margen auf diese Produkte erheben - beim Bauern kommt davon nichts an. Sie wissen, dass Bio-Kunden bereit sind mehr zu bezahlen, sei's aus ethischen oder gesundheitlichen Gründen, oder weil sie ihren Kindern keine vergiftete Umwelt hinterlassen wollen.

 

Ich war unsäglich empört über diesen Sachverhalt, werden verantwortungsbewusste Konsument/innen doch regelrecht geschröpft. Würden ausserdem die Margen denjenigen von konventionell produzierten Lebensmitteln angepasst, wäre der Absatz biologischer Lebensmittel viel höher und die Nachfrage würde mehr Bauern dazu veranlassen, ihre Produktion umzustellen. Somit verhindern Grosshändler und Detailhandelsriesen aktiv, dass mehr Bioprodukte abgesetzt werden. Ein grösserer Absatz wiederum hätte jedoch noch tiefere Preise zur Folge.

 

An alle Schweizer Instagrammer: Wenn euch die Biodiversität am Herzen liegt und ihr mithelfen möchtet, diese Missstände bekannt zu machen, teilt bitte den Insta-Post auf @garteninspirationen und lasst die Leute wissen, dass sich ein paar Marktbeherrscher unverhältnismässig an verantwortungsbewusster Kundschaft bereichern, obwohl sie stets ihre Nachhaltigkeit herausstreichen. Oder schreibt Ihnen, dass ihr nicht damit einverstanden seid. Nur so bewegen sie sich.

 

PS: Ich könnte mir gut vorstellen, dass in anderen Ländern dasselbe Spiel auf Kosten der Umwelt und der Konsument/innen gespielt wird.

© garten-inspirationen.ch

Kommentar schreiben

Kommentare: 0