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Durch Yves Netzhammer zum Kräutergarten

Mein Sohn wollte in den Schul-Herbstferien unbedingt die Ausstellung von Yves Netzhammer im Museum zu Allerheiligen in Schaffhausen sehen. So bekam ich die Gelegenheit wieder einmal eine der schönsten Städte der Nordschweiz zu besuchen. Das Museum zu Allerheiligen ist ein ehemaliges Kloster und der Geschichte Schaffhausens und Umgebung gewidmet. Neben den aktuellen Sonderausstellungen von Yves Netzhammer und Hansjörg Schweizer verfügt das Museum über eine umfangreiche Kunstsammlung.

Inzwischen fragt ihr euch bestimmt, weshalb ich euch das alles erzähle. Nun, wir haben ausserdem einen Kräutergarten in der Klosteranlage entdeckt. Schlagt eurem Sohn also nicht von vornherein die Bitte ab, vier Stunden durch die Schweiz zu fahren (zwei hin, zwei zurück), nur weil ihr eventuell nicht zu den glühendsten Verehrerinnen von Yves Netzhammers zeitgenössischer Kunst gehört. Es könnte euch ein interessantes Museum in einem Klostergemäuer und sein Kräutergarten entgehen, den ich natürlich im Bild festgehalten habe um euch ein paar Impressionen und Inspirationen mitzubringen.

 

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Der Kräutergarten lag in einem umbauten Innenhof, der durch seine schützenden Mauern ein gutes Mikroklima für die darin gepflanzten Kräuter bot. Die Fassaden waren teilweise mit Efeu bewachsen. Die ersten Blüten öffneten sich bereits - wertvolle Herbstnahrung für Bienen, Hummeln und viele andere Insekten. Die Früchte werden im Winter als Nahrung für Vögel dienen*. Spatzen nutzten die immergrüne Pflanze als Rückzugsort und ihre drollige Art und das vergnügte Zwitschern zwischen den Blättern brachten mich zum Lachen und wirkten nicht nur erheiternd sondern auch entspannend. Mitten in der Stadt strahlte der Garten Ruhe und Gelassenheit aus und war ein perfekter Ort zum Verweilen um sich ein wenig vom Stadtgewimmel zu erholen. Das alte Klostergemäuer verlieh dem Ort einen besonderen Charme, der einem ein wenig Abstand zum Alltag gewinnen liess. Wir erreichten ihn über den grössten Kreuzgang der Schweiz, der einen mit Bäumen bestandenen, grasbewachsenen Innenhof umlief. Auch hier war der übliche Stadtlärm nicht zu hören nur munteres Vogelgezwitscher.

 

Eine wundervolle Stadtgarten-Oase. Nicht verpassen, wenn ihr in der Nähe seid. Auch das Museum ist interessant - ich wurde drei Stunden begeistert durch sämtliche Ausstellungen geschleppt!

 

 

 

* Leider wird Efeu oft von den Bäumen geschnitten, da fälschlicherweise angenommen wird, dass sie den Baum erwürgen oder Nährstoffe absaugen. Man kann nur immer wieder betonen, dass das nicht stimmt. Wie oben erwähnt sind sie eine wichtige Nahrungsquelle für einheimische Tiere.

 

© garten-inspirationen.ch

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