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Orchideen - nicht immer botanisch

Es ist kalt, grau und im Garten - ausser ein paar von Winterstürmen geknickten Sonnenblumenstängeln - nichts los ...

 

Glücklicherweise fand vom 25.-28. Januar eine Orchideenschau in den Gewächshäusern der kleinen und grossen Orangerie der Elfenau in Bern statt und brachte etwas Abwechslung ins botanisch trübe Wintereinerlei.

Bunte Blüten in warmer Umgebung liessen das trübe Winterwetter vergessen. Obwohl - der diesjährige Januar war ja ausserordentlich warm und so erfreuten uns schon draussen vor dem Ausstellungseingang zwei Zaubernuss-Sträucher mit ihren puscheligen Blüten.

Diverse Orchideenvereine und Orchideengärtner sowie die Wilhelma aus Stuttgart gestalteten sehenswerte Arrangements mit Pflanzen aus der vielgestaltigen und farbenfrohen Welt der Orchideen. Orchideen sind weltweit verbreitet und konnten sich durch ihre Artenvielfalt in vielen Klimazonen ansiedeln.

Dieses Jahr wurden unter dem Motto "Begegnungen im Urwald" nicht nur Orchideen, sondern auch Tiere präsentiert. Die Wilhelma, die nicht nur ein bekannter botanischer sondern auch ein Tiergarten ist, brachte daher nicht nur Orchideen sondern auch Insekten mit. Neben tropischen Rosen- und Hirschkäfern sowie diversen Gottesanbeterinnen war vor allem die Orchideenmantis der Star. Es handelt sich um eine Gottesanbeterin, die die Blütenform und Farbe einer Orchidee nachahmt.

Aber auch die Gespensterschrecke "Wandelndes Blatt", die die Form eines Blattes so perfekt nachahmt, dass sie auch bei genauem Hinschauen kaum zu sehen ist, war faszinierend - zumindest für uns Menschen, für Beuteinsekten hält sich die Faszination wahrscheinlich in engen Grenzen ;-). Sogar die Imitation angetrockneter, brauner Blattspitzen gehört zur ihrer Tarnung.

Diverse Reptilien wie Schlangen, Schildkröten und Echsen rundeten den "tierischen" Teil der Ausstellung ab und fanden begeisterte Zuschauer bei gross und klein.

Zusätzlich wurden unter japanisch anmutendenden Schirmen kreative floristische Meistergestecke ausgestellt.

Und für alle, die nicht nur schauen sondern die private Sammlung mit Orchideenschönheiten erweitern wollten, präsentierten viele Verkäufsstände aus dem In- und Ausland ein grosses Angebot der beliebten Pflanzen.

Übrigens:

In unseren Gärten gibt es ebenfalls Meisterinnen der Tarnung, z.B. die Krabbenspinne, die ihre Farbe je nach Pflanze von weiss über gelb bis grün oder wie hier durch rosa Flecken ändern kann. So lauert sie oft auf Blüten kaum sichtbar ihrer Beute auf.

Es gibt nicht nur Tiere, die Pflanzen nachahmen um Beute zu machen.

 

Der bei uns vorkommende Hummelragwurz beispielsweise imitiert Insekten, um diese zur Bestäubung anzulocken.

© garten-inspirationen.ch

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