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Winterquartiere

 

 

Unzählige Bestäuber, Schädlingsvertilger und bunte Insektenschönheiten begleiteten uns den Sommer hindurch.

 

Summen, Brummen, Schwirren

Zirpen, Fliegen, Flattern

Gleiten, Schweben, Tanzen

 

Was machen Sie im Winter?

Viele der geflügelten Gartenbewohner haben nur eine kurze Lebensspanne und brauchen keinen Unterschlupf für den Winter. Doch es gibt auch solche, die dringend auf ein geschütztes Plätzchen angewiesen sind, um in Kältestarre die weisse Jahreszeit zu überdauern. Auch Larven und Raupen sind darauf angewiesen. Hohle Stängel, Ast- und Laubhaufen bieten wunderbare Winterquartiere für Kleinlebewesen. Sie kriechen in die Hohlräume und verharren starr und mit Frostschutzmittel ausgerüstet, bis die Frühlingssonne sie wieder zum Leben erweckt.

Unsere verdorrten Sonnenblumen liessen wir deshalb stehen oder schnitten die Stängel auf halber Höhe ab. Die zu Boden gedrückten Pflanzen zerteilten wir in Stücke und nun dienen sie neben dem Kompost aufgeschichtet und mit Himbeer-Ruten zugedeckt als Unterschlupf für alle, die ihn benötigen.

 

Auch an Meister Igel haben wir gedacht und eine flache Grube ausgehoben, die wir mit Sonnenblumenstängeln und Stroh füllten. Darüber legten wir ein paar stützende Äste und deckten das Ganze mit abgeschnittenen Herbsthimbeer-Ruten zu. Ein beschwerender Stein darauf gelegt, damit der Herbstwind den Haufen nicht zu arg zerzaust, und fertig war das Schlafquartier. Sollte sich kein Stacheltier darin niederlassen, dient es vielleicht Schmetterling, Käfer und Co. die Kälte zu überstehen, damit sie im nächsten Frühjahr frisch und munter (mehr oder weniger) wieder auf die Pirsch gehen und pflanzenschädigende Sauger, Piekser und Eierableger jagen oder Nektar und Pollen sammeln und so unsere Gartenpflanzen bestäuben.

© garten-inspirationen.ch

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