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IGA Berlin 2017

Wir waren mitten in den Vorbereitungen für unsere Städtereise nach Berlin, als ich von der IGA erfuhr: Eine internationale Gartenbauausstellung, die alle 10 Jahre in Deutschland organisiert wird. Da ich während unseren Reisen gerne in Parks und Gartenanlagen wandle, um mich inspirieren zu lassen und Ideen mit nach Hause zu nehmen, war klar, dass ich mir das unbedingt anschauen wollte. Mitte Juli ging's los.

 

Die IGA ist ein 104 Hektar grosser, weitläufiger Park, in dem neben den gestalteten Gartenbereichen auch verschiedene Landschaftstypen wie Wald, Auen- und Wiesenland mit künstlich angelegten Seen zu sehen sind. Die Idee, ein "Wiesenmeer" anzulegen, hat mir besonders gut gefallen, da es auf die Thematik der Bestäuber und ihrer Lebensgrundlagen hinweist. Ein wichtiger Aspekt für Gärtnernde, denn rund 75 % der Feldfrüchte werden durch Insekten bestäubt. Neben den Sehenswürdigkeiten haben wir auch schöne Ecken mit Sitzgelegenheiten zum Verweilen an kleinen Seen und unter Bäumen entdeckt.

 

Wir haben uns allerlei zu den Themen Pflanzen, Landschaftsgestaltung und Gartenarchitektur angesehen: Themengärten, Gartenkabinette, die Blumenhalle, Blumen- und Staudenbeete sowie bauliche Attraktionen wie z.B. den Aussichtsturm und die Gondelbahn. Es ist doch immer wieder ein angenehmes Erlebnis, hoch über die Landschaft zu gleiten und die Welt (bzw. hier die Gartenanlagen) in aller Ruhe von oben zu betrachten. Wenn da nicht so viele Leute angestanden wären, hätte ich wohl noch ein paar Schwebepartien genossen.

 

Schön, dass auch Familien mit Kindern auf ihre Kosten kommen: ein Waldspielplatz im Kienbergpark, ein Wasserspielplatz mit Walfisch und eine Natur-Bobbahn. Unsere Kinder sind ja nun nicht mehr klein, aber es war klar, dass wir alle die Bahn unbedingt ausprobieren wollten. So haben wir uns früh auf die Socken gemacht, damit sich die Wartezeit in Grenzen halten und uns nicht die gute Laune verderben würde. Wir hatten viel Spass, durch den Wald hinunter zu sausen und uns danach gemächlich ruckelnd wieder den Hang hinaufziehen zu lassen.

 

Einen Tag haben wir uns Zeit genommen, um die für uns attraktiven Bereiche zu sehen. Wer das ganze Gelände besuchen und seinen Kindern Zeit zum Toben und Spielen geben, oder eventuell an einem Seminar oder einer Führung teilnehmen will, sollte mindestens zwei einplanen.

 

Nachfolgend habe ich ein paar Eindrücke des Garten-Events festgehalten (Bilder lassen sich durch klicken vergrössern):

 

 

 

Mit der speziell für die IGA erstellten Seilbahn ging's vom Kienbergpark übers ganze Gelände zu den Themengärten. Die Fahrt hat uns einen guten ersten Eindruck von der Grösse und dem Aufbau der Ausstellung vermittelte.

 

 

 

 

Die Wassergärten haben es uns besonders angetan ...

 

(zur Animation bitte aufs Bild klicken)

 

 

 

 

... und nicht nur uns!    

(zur Animation bitte aufs Bild klicken)

Zwei meiner Highlights aus der Blumenhalle:

 

 

 

 

Ein schöner asiatischer Garten: Umgeben von einem Bambushain führt im chinesischen Gartenkabinett ein Wasserlauf zu einem Spiegel, in dem die filigrane Konstruktion reflektiert wird.

 

 

 

 

 

 

Blumen überall, selbst die Decke des Pavillons im orientalischen Themengarten ziert ein herrliches Ornament aus Blüten.

An den grosszügig angelegten Blumen- und Staudenbeeten konnte ich mich kaum satt sehen. Für Bienen, Hummeln und andere Insekten jedoch bot das Blütenmeer einen so reich gedeckten Tisch, dass alle satt wurden.

Unsere Familie hat einen abwechslungsreichen Tag an der IGA verbracht und natürlich konnte ich nicht ohne ein Mitbringsel von dannen ziehen: Sonnenhut, ein Insektenmagnet und sehr dekorativ in den Staudenbeeten, dafür finde ich bestimmt Platz in unserem neuen Garten.

 

 

Pflanze links mit hellem Stängel:

Echinacea purpurea "Rubinstein"

Pflanze rechts mit dunklem Stängel:

Echinacea purpurea "Fatal attraction"

 

 

Weitere Fotos findet ihr in meiner Bildergalerie unter IGA Berlin 2017.

 

Die IGA Berlin dauert noch bis am 15. Oktober 2017.

© garten-inspirationen.ch

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